Beton und Blech

Posaunenchor Beton und Blech – Jubiläum 35 Jahre 

 

Anlässlich unseres 35-jährigen Bestehens feierten wir am 15. September 2019 einen Gottesdienst, dem eine einstündige Matinée mit schwungvollen Stücken aus der Popmusik folgte.  Auf beides hatten wir uns gut vorbereitet, teilweise sogar in den großen Ferien, weil ansonsten die Zeit zu knapp geworden wäre.  Es kommt bei uns immer wieder gut an, wenn wir vor einem Auftritt mal einen ganzen Tag Zeit haben, alle Hürden noch einmal gründlich durchzuproben, bei Kaffee, Pizza und sonstigen Stärkungen zusammen sitzen, reflektieren, was wichtig ist.  Dann sitzen die Töne, die Einsätze, die Pausen, die Dynamik.  Dankenswerterweise haben wir im Bass eine großartige Verstärkung bekommen, da uns zwei Bläserinnen ausgefallen sind. 

 

Besten Dank für die schönen Fotos an Hansgeorg und den Spender/die Spenderin aus dem Publikum !!

 

Posaunenchor Beton und Blech – im Internet 

Seit April 2019 kann ich in dem Blog “Betonundblech.de” keine Änderungen mehr vornehmen, da Google sämtliche Konten gelöscht hat, einschließlich der Fotos.  Man kann die Beiträge zwar noch sehen, aber keine neuen Beiträge mehr zufügen. Ich werde den Blog solange hier weiterführen, bis er mit einer neuen Software wieder editierbar ist.      Lieben Gruss:  Eva Schneider 


 

Posaunenchor Beton und Blech – die Martinszeit 

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Kaum eine Zeit ist schöner als die Martinszeit oder Advendszeit, wenn die Blätter von den Bäumen fallen, wenn die Sonne hinter rosafarbenen Wolken untergeht.  Die Martinsnoten werden ausgeteilt, die Marschgabeln bereitgelegt, die Batterien in den Stirnlampen aufgefrischt, der Posaunenzug und die Ventile geölt – und schon kann es losgehen.

In dieser jungen Novemberwoche 2018 sind wir auch ganz gut aufgestellt: in jeder Stimme spielen zwei Leute. Es ist immer wieder ein Vergnügen, die Kleinen mit ihren selbst gebastelten Laternen zu sehen, die von ihren Eltern und Großeltern begleitet werden und so gut wie es schon geht, kräftig mitsingen. 

Einen  Martinszug musikalisch zu begleiten ist auch immer wieder eine kleine Herausforderung, weil man im Dunkeln auf Pöller, unebene Stellen, Gehsteige und Laternen vor den Füßen achten muss. Am besten lernt man die Stimmen auswendig, so dass man beim Spielen auf den Weg sehen kann, und spätestens nach dem dritten Umzug brauch man nicht mehr so dringend in die Noten zu sehen – dann geht alles wie von selbst.  Wir Spieler freuen uns immer wieder über einen köstlichen Weckmann und ein Gläschen Punsch bzw. Glühwein, für die, die danach nicht mehr fahren müssen. In dieser Martinszeit begleiten wir 7 Züge mit fast identischer Besetzung. So manch eine/r ist bei allen Einsätzen dabei. Und an einem der Tage geht es zuhause auch noch weiter, wenn die Kleinen im Haus singen wollen.

 


 

Gründung des Posaunenchors Beton und Blech

Den Namen “Beton und Blech” hat sich der im Jahr 1984 von Kirchenmusikdirektor Matthias Nagel neu gegründete Posaunenchor mit folgendem Hintergrund gegeben:  die ersten Proben fanden in einer im Jahre 1966 erbauten Kirche – unserer Hoffnungskirche – statt, die ringsherum im wesentlichen aus Beton besteht – und natürlich unseren Blech-Blasinstrumenten.   Zwei Gründungsmitglieder spielen bis heute noch mit.   

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Matthias und Marianne Nagel unterhielten in ihrer aktiven Zeit in Garath außer dem Posaunenchor einen Flötenkreis, einen Streicherkreis, den Chor der evangelischen Kirche, den Chor “vox humana” der nach einem 8″-Orgelregister, einer nachempfundenen menschlichen Stimme,  benannt wurde, sowie einen Kinderchor.  

Matthias Nagel leitete den Posaunenchor bis 2003, dann übernahm Hansgeorg Birgden die Leitung bis zum aktuellen Tag.   Doris Bläser übernahm den Flötenkreis und erweiterte ihre Flötengruppen noch um zwei Querflötenkreise sowie einen Bambusflötenkreis.  Den Kirchenchor übernahm zunächst Barbara Dünne, bis vor kurzem leitete Heinz Herwig den Chor, den ab jetzt Gudrun Barkschat übernimmt.  Der Chor vox humana wird von Maja Zak geführt.   Sowohl Maja Zak als auch Gudrun Barkschat spielen die Orgel

 


Posaunenchor Beton und Blech in Xanten – Trainingszeit
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Unser Posaunenchor-Leiter Hansgeorg war gesundheitlich verhindert, so dass Bettina die Chorleitung von Freitag bis Sonntag übernommen hat. Wir haben unter anderem, aber auch vor allem einen schwungvollen Bläsersatz von Matthias Nagel geprobt:  Switching Music, der zwischen Barock und Moderne hin- und her switcht. Mit drei intensiv geprobten Stücken sind wir ein gutes Stück vorwärts gekommen. Trotz der lieben Mitbläserinnen und -bläser, die uns nicht begleiten konnten, die uns nicht nur am Gesamtklang, so auch an der Geselligkeit fehlten, kam die Musik am Nach-Karnevals-Wochenende gut  in Schwung und der Spaß miteinander kam auch nicht zu kurz, denn Bettina hat ihre Sache richtig gut gemacht: BRAVISSIMO !!!  

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Einmal im Jahr – meistens eine Woche nach Karneval – starten wir ein intensives Probenwochenende unter guter Verpflegung in der Xantener Jugendherberge. 

Schon bei der Ankunft werden wir mit einer warmen Mahlzeit verpflegt, und eine halbe Stunde später sitzen wir in unsrem  gemieteten Probenraum, der

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Unser Probenraum “Vynen” bzw. “Bislich”.  In den früheren Jahren waren wir in einem kleineren Probenraum, bevor uns dieser zu eng wurde.   Wir proben für die musikalischen Einsätze zu Ostern und vor allem zu den bevorstehenden Konfirmationen in unserer Gemeinde Düsseldorf-Garath.  Diese Aufnahmen sind aus dem Jahre 2013. Weil uns die Atmosphäre in dieser Stadt und vor allem in dieser Jugendherberge so gut gefällt, kommen wir seither einmal im Jahr wieder.   

Wer kein komplettes Wochenende mitproben kann, hat die Möglichkeit, als Tagesgast nur samstags dabei zu sein. nach einem der umliegenden Ortschaften benannt ist:  z. B. Lüttingen, Vynen, Bislich oder Wardt. Der Kühlschrank wird mit Getränken vollgepackt, wobei auch ein paar Bierchen bereit stehen. Das Trompeten bzw. Posaunen gibt Durst.  Abends ient uns der Probenraum als Gemeinschaftsraum, die Tische gedeckt oder vollbeladen? mit Haribo, Chips oder Studentenfutter. Es ist so richtig gemütlich, meistens geht der Letzte um “eins” ins Bett. 

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In gewissen Abständen brauchen wir auch eine kurze Pause an  der Frischluft, und diejenige Luft von Xanten ist besonders gut.  Dann ertönen aus den nachbarschaftlichen Probenräumen Klänge von anderen Posaunenchören bzw. Chören, und in diesem Jahr 2018 fand ich die Jazz-Bigband von nebenan besonders gut.  Der Klang lockt allgemein die Spaziergänger, die am See vorbeiziehen, genauso an.

Samstags um zwölf gibts Mittagessen – und danach gehen einige von uns spazieren.  Und zwar umrunden wir bei dieser Gelegenheit den Xantener See, wobei eine Runde ca. sieben Kilometer beträgt.  Der eine entdeckt dabei ein gut verstecktes Geo-Cashing, der andere braucht nach dem Mittagsmahl ein paar Schritte Bewegung. 

Die Zeit bis drei Uhr, bis die nächste Probe mit einem Kaffee beginnt, reicht für dieses Vorhaben, den See zu umrunden, dicke aus.  Meistens erlauben wir uns an der Südsee im Plaza-Restaurant ein kleines Getränk, um dann die restlichen zwei Kilometer zur Jugendherberge zurück zu laufen. 

Während wir laufen, ist ein anderer Trupp unterwegs, um unseren Abendschmaus in einem guten italienischen Restaurant in der Nähe des Xantener Doms zu sichern.  Der restliche Trupp ruht sich einfach aus. Für den Rücken sind die harten DJH-Betten nahezu ideal. Die Jugendherberge bietet ihren Gästen auch ein gemütliches Café.  Die Wände sind mit lustigen Asterix- und Obelix-Bildern geschmückt.  Dieses im römischen Stil gehaltene Gebäude (Atrium) ist ein Blickfang in dieser Gegend, es passt sich sehr gut dem Xantener Stil an. 

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Unser letzter Ton für den Samstag ertönt um 17:30 h.  Bis dahin steht unser Programm für die nächsten Wochen.  Wir haben einiges geleistet, schwierige Stellen in jeder Stimme gut geübt, den richtigen Rhythmus gefunden, und nun fahren wir um 18:00 Uhr gemeinsam nach Xanten.  

Manchmal kommen wir in den Genuss, die Domglocken zu hören.  Ein wenig genießen wir noch die Xantener Dom-Atmosphäre, bis wir uns beim Italiener einfinden. Auf jeden Fall schmeckt die Pizza mit dem Extraschuss Knoblauch bzw. die Pasta oder der Salat aus der Bläserkasse besonders gut.  Denn dafür, dass die Bläserkasse gefüllt wird, sorgen wir in den ersten beiden Novemberwochen des vergangenen Jahres bei einigen Einsätzen in den Martinszügen, die wir gerne für die örtlichen Kindergärten begleiten. Auch die Gemeinde hat uns im letzten Jahr einen solchen Schmaus spendiert,  denn meistens sind wir für besondere Gelegenheiten auch in einer kleineren Besetzung sofort einsatzbereit.   

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Posaunenchor Beton und Blech Jungbläser

Immer wieder werden junge oder auch ältere interessierte Jugendliche an die Blas-Musik herangeführt.  Mit viel Gespür für schlummernde Talente weckt Hansgeorg Birgden bei den jungen Leuten das Interesse am Spiel auf einer Trompete, einem Tenorhorn, einer Posaune oder einer Tuba.  Der richtige Ansatz wird heraus gebildet, bis der Ton gut und klar hörbar ist:  das ist schon gar nicht so einfach, weil der Luftstrom quasi durch eine ziemlich enge Lippenöffnung hindurch muss, und je höher der Ton gespielt werden muss, desto enger ist die Öffnung.  In der Gruppe stellt man schon bald fest, dass der Spieler zur linken oder rechten Seite die gleichen Schwierigkeiten hat, oder “es nicht besser hat als ich”, und schon bald klingt ein schöner B-Dur-Akkord,  wenn die hohen Trompeten ein B und ein F hinbekommen, und die tiefen Stimmen vielleicht schon ein D und ein tiefes B spielen können.  Auch zwischen den Naturtönen gibt es noch einige Töne zu erlernen – das Notenlesen wird von Anfang an mit trainiert, damit man auch weiß, welcher Ton als nächstes “dran” ist.  Bis ein erstes fertiges Lied erklingt, zum Beispiel zu Weihnachten in der Kirche, wenn die Eltern und Großeltern zuhören, haben die jungen Leute schon viel geleistet.  

Natürlich werden die Instrumente auch gereinigt – und wie das funktioniert, die Ventile einzeln zu säubern, zu ölen, und wieder einzusetzen, den Posaunenzug zu baden, das vermittelt Hansgeorg Birgden ebenfalls an einem fest gelegten Instrumenten-Pflegetag.  

Die sogenannten Brass-Kids sind schon in der Lage, mehrere Stücke nach Noten zu spielen.  Da kommt der Spaß am Spielen, wenn die Töne schon fast von selbst kommen.