{"id":212,"date":"2018-01-07T20:10:16","date_gmt":"2018-01-07T20:10:16","guid":{"rendered":"https:\/\/pedaljunkie.de\/?p=212"},"modified":"2019-10-13T14:57:03","modified_gmt":"2019-10-13T14:57:03","slug":"inntal-radtour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pedaljunkie.de\/?p=212","title":{"rendered":"Inntal-Radtour"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-984\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR1-e1570970715548.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Anreise von D\u00fcsseldorf nach Maloja am 01.09.2009<\/strong>\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #ffffff;\">alt\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung, wenn die Packtaschen auf den Sattel geschnallt werden. Ein pr\u00fcfender Blick auf die Reifen sagt: alles klar, nun aber los zum Zug.\u00a0 Wir &#8211; Roswitha, Herbert und ich &#8211; treffen uns im letzten Wagen der S-Bahn Richtung K\u00f6ln. Dort haben wir eine gute halbe Stunde Zeit zum Umsteigen und f\u00fcr einen &#8222;Koffee f\u00fcr te jonn&#8220;, wie wir den Coffee togo umgetauft haben.\u00a0 Eigentlich sitzen Herbert und ich nebeneinander im Tenor des Posaunenchors der evangelischen Kirche D\u00fcsseldorf-Garath und nicht nebeneinander im Sattel eines Fahrrads. Die Musik nehmen wir dann mal mit in die Packtaschen, sie wird uns noch begegnen. Dann rollt um 8:53 h der Intercity nach Chur ein, rauscht mit der gesuchten Wagennummer an uns vorbei, wir sprinten hinterher. Im Zug empfangen uns die beiden Westfalen Kalle (Karl-Walter) und Lalla (Gerd) und helfen uns beim Einsteigen mit den R\u00e4dern und dem Gep\u00e4ck.\u00a0 So sind wir zu f\u00fcnft komplett und f\u00fcr die n\u00e4chsten 14 Tage, ein &#8222;eingeschweizter&#8220; Club. Wir lernen uns auf der Fahrt schon mal ein bisschen kennen, machen ein paar Sp\u00e4\u00dfchen, dabei h\u00f6re ich heraus, dass die drei Herren sich schon seit mehr als 30 Jahren vom Studium in Clausthal-Zellerfeld her kennen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-985\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR2-e1570970778386.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Der Zug bringt uns Meter um Meter in den S\u00fcden. In der Mittagszeit passieren wir die Schweizer Grenze, wo wir uns eine halbe Stunde in Basel aufhalten.\u00a0 Hier sind noch keine zweieinhalbtausender Berge zu sehen, die warten sp\u00e4ter auf uns. F\u00fcr die n\u00e4chsten 5 Tage befinden wir uns also in der Schweiz; f\u00fcr mich eine ganz neue Erfahrung, Kalle hat in fr\u00fcheren Zeiten schon ein paar Jahre hier verbracht und kennt sich mit der Schweizer Art zu leben gut aus.\u00a0 Wir passieren Z\u00fcrich und den Z\u00fcricher See; das macht schon Eindruck, weil der See so sch\u00f6n klar und blau ist, dass ich am liebsten schon aussteigen und drum herumfahren w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">In Chur wartet um 17:00 h schon die purpur-rote R\u00e4thische Bahn auf uns.\u00a0 Die R\u00e4der werden in einem Gep\u00e4ckwagen l\u00e4ngs aufgeh\u00e4ngt und wir Passagiere d\u00fcrfen uns bequem ins Abteil setzen.\u00a0 Diese Bahn wird uns jetzt von 400 m auf 1.800 m H\u00f6he nach St. Moritz bringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-986\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR3-e1570970871342.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Und zwar macht sie das so, dass sie die zu passierenden Berge mehrmals umrundet und dabei immer h\u00f6her klettert. Das sieht man daran, dass des \u00f6fteren Tunnel unter und \u00fcber uns zu sehen sind, die wir schon passiert haben bzw. durch die wir noch durch m\u00fcssen.\u00a0 Das alles dauert zwei Stunden. Wir sind sehr gepannt auf alles, was uns jetzt erwartet. Direkt hinter Chur erleben wir den Rhein in einem solchen sauberen Zustand, wie wir ihn aus K\u00f6ln eigentlich gar nicht kennen. Diese Klarheit und dazu das Gebirgspanorama sind f\u00fcr alle Tourenteilnehmer ein ganz besonderer Anblick. Um 19:00 h f\u00e4hrt der Zug in St. Moritz ein. Das ist aber nicht unsere Endstation f\u00fcr heute, weil unsere Tour in Maloja beginnt, und dorthin bringt uns ein Postbus; unsere R\u00e4der werden hinten am Heck aufgeh\u00e4ngt, wo Platz f\u00fcr 8 R\u00e4der ist: wirklich eine gute Idee f\u00fcr den Radtransport.\u00a0 Die Sonne neigt sich schon sehr, als wir unser Posthotel erreichen. Hier treffen wir dann sp\u00e4ter am Abend zuf\u00e4llig auf weitere 5 RadfahrerInnen aus Hattingen mit dem gleichen Vorhaben wie wir: sie fahren bis Passau den gleichen Innradweg, wir werden uns begegnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"> <span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Mi, 02.09.2009: Etappe 1: Maloja &#8211; St. Moritz &#8211; Samedan &#8211; La Punt-Chamues<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-987\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR4-e1570970940325.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Wir starten heute fr\u00fch bei strahlend blauem Himmel mit einem geradezu gefesselten Blick auf das Gebirgspanorama in 2.600 m H\u00f6he und h\u00f6her. Wir befinden uns in Maloja auf 1.803 m &#8211; ein paar Meter \u00fcber unseren K\u00f6pfen entspringt der Inn,\u00a0 und werden im Laufe der n\u00e4chsten Tage einige H\u00f6henmeter verlieren. Diese Inn-Quelle zu betrachten, ist spannend, dazu dieses Massiv im Hintergrund. Lalla f\u00e4hrt schon mal los; irgendwie wei\u00df er immer, wo es lang geht. Die Berge fesseln uns so sehr, dass wir uns zwingen m\u00fcssen, den Blick ab und zu\u00a0 auf die Stra\u00dfe zu lenken, na ja, am ersten Fahrtag halten wir auch des \u00f6fteren an. Mit dem Sonnenlicht lassen sich schon fr\u00fch gute Fotos zaubern. Dies ist der Maloja-Pass &#8211; und von hier aus begleitet uns der Inn, der in einem ersten erstaunlich breiten Gew\u00e4sser seinen Weg nimmt; wir begleiten ihn,schauen seine hellblaue bis smaragdgr\u00fcne Farbe im gebirgsklaren Flu\u00dfbett, sein sprudelndes Rauschen \u00fcber tausend Steine in vielen Windungen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-988\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR5-e1570971120892.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Der Maloja-Pass bzw. Lunghin-Pass ist die Wasserscheide f\u00fcr drei Fl\u00fcsse:\u00a0 die Julia, die in den Rhein (Nordsee) flie\u00dft, der Inn (in das Schwarze Meer) sowie die Majra in den Po (Adria).\u00a0 Wir befinden uns hier in Graub\u00fcnden im Ober-Engadin, und damit in einem der sch\u00f6nsten Teile Europas. Der Steinbock von Graub\u00fcnden wird uns noch einige Zeit begleiten. Wir n\u00e4hern uns dem Silvaplana-See, der f\u00fcr einige Dichter und Philosophen wie Hermann Hesse und Friedrich Nietzsche einen magischen Anziehungspunkt bedeuteten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-989\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR6-e1570971189599.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Wir suchen das Friedrich-Nietzsche-Haus in Sils Maria, das heute als Museum und Fortbildungszentrum dient, allerdings ist eine F\u00fchrung erst ab Nachmittag m\u00f6glich, wenn wir schon &#8222;\u00fcber alle Berge&#8220; sind.\u00a0 Angenehm inspiriert fahren wir um den Silvaplana-See herum zu dem Ort Surlej. Die Silouette der Stadt sowie der wolkenlose Himmel spiegeln sich in dem tief blauen Wasser. Dieses Bild bekommt man nicht alle Tage zu sehen.\u00a0 Herbert und ich stimmen das Lied von der Forelle an, als wir die erste Inn-Br\u00fccke passieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 450px; border-style: solid; border-color: #380404; text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14px; color: #993366;\">Anmerkungen eines Nietzsche-Experten unter meinen Verwandten:\u00a0<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14px; color: #993366;\">Im August 1881 schrieb Nietzsche, eigentlich ist es nur auf einem Blatt hingeworfen, folgendes:<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14px; color: #993366;\">\u201eIch ging an jenem Tage am See von Silvaplana durch die W\u00e4lder; bei einem m\u00e4chtigen pyramidal aufget\u00fcrmten Block unweit von Surlei machte ich halt. Da kam mir dieser Gedanke.&#8212;-!\u201c<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14px; color: #993366;\">Gemeint ist der Gedanke der Ewigen-Wiederkunft-des-Gleichen. Es ist die Entstehung seines Hauptwerkes \u201eAlso sprach Zarathustra\u201c.In der Einsamkeit, in dieser H\u00f6henluft, endlich befreit von seinen Kopfschmerzen und ebenso von seiner Hassliebe zu Richard Wagner, kam ihm die Erkenntnis zur Bejahung des Lebens. Meines Erachtens befreite er sich auch hier von den Gedanken der \u201eNegationsphilsophie\u201c Schopenhauers.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14px; color: #993366;\">Am Ende des vierten Teils des Zarathustra&#8217;s schrieb er das \u201etrunkene Lied\u201c, ebenfalls in Sils entstanden.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14px; color: #993366;\">O Mensch! Gib acht! Was spricht die tiefe Mitternacht? \u201eIch schlief, ich schlief-, Aus tiefem Traum bin ich erwacht:- Die Welt ist tief, Und tiefer als der Tag gedacht. Tief ist ihr Weh-, Lust- tiefer noch als Herzeleid: Weh spricht: Vergeh! Doch alle Lust will Ewigkeit-, -will tiefe, tiefe Ewigkeit!\u201c<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14px; color: #993366;\">Ich glaube, jeder der sich intensiver mit Philosophie besch\u00e4ftigt kann verstehen, dass man zu solchen Gedankeng\u00e4ngen die Ruhe und die Natur braucht, kurzum Einsamkeit.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14px; color: #993366;\">Viele Gr\u00fc\u00dfe:\u00a0 Norbert (Kenner und Geniesser der Literatur von Friedrich Nietzsche)\u00a0<\/span><\/em><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-990 alignleft\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR7-e1570972668477.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Dann geht es auch schon geradewegs Richtung St. Moritz voran. Wir passieren die Sprungschanze von St. Moritz, wo auf einer Anschlagtafel die Talente des Skisprungs aufgelistet sind.\u00a0 Auch die Radler aus Hattingen pausieren hier. Vorbei am St. Moritz-See n\u00e4hern wir uns der Stadt, unternehmen einen Stunt in das h\u00f6her gelegene Moritz-Dorf und nehmen das Hotel und die Kirche in Augenschein, in dem Boris Becker geheiratet hat.\u00a0 Wir genehmigen uns ein P\u00e4uschen bei Wacholder-Limonade, Kaffee, und einer Empfehlung des Caf\u00e9 Hauser: der Engadiner Nu\u00dftorte. Meine G\u00fcte: die Promis haben es hier viel zu gut. Vom Moritz-Dorf zum Moritz-See geht es steil abw\u00e4rts und zum Lej de Staz 16%ig wieder aufw\u00e4rts.\u00a0 Daran k\u00f6nnen wir uns in den n\u00e4chten 14 Tagen gew\u00f6hnen. Um den Lej de Staz = Stazsee zu erreichen, \u00fcberwinden wir eine kleine Anh\u00f6he: abseits von St. Moritz eine kleine Idylle.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-991\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR8-e1570972792344.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Der Innradweg= Logo &#8222;65&#8220; f\u00fchrt uns durch durch ein Nadelw\u00e4ldchen wieder zur\u00fcck zum Inn und mit einem kleinen Umweg durch das St\u00e4dtchen Samedan.\u00a0 Der italienische Baustil der Engadiner H\u00e4user ist hier in jeder Stadt zu bewundern. Die Fassaden sind mit &#8222;Graphiti&#8220; verziert, d. h. hier ist Graphiti eine k\u00fcnstlerische Art, Ornamente und Bilder im Putz zu verarbeiten.\u00a0 Die H\u00e4user tragen Namen, die mit &#8222;Chesa&#8220; beginnen wie &#8222;Chesa sur En&#8220; , was so viel hei\u00dft wie Haus am Inn, die Landessprache ist r\u00e4toromanisch. Heute ist die Stadt Samedan eine Gro\u00dfbaustelle, daher entschlie\u00dfen wir uns, am Samedener Flughafen vorbeizufahren.\u00a0 Nicht weit von hier entdecken wir einen einladenden Grillplatz, der nicht nur sehr sauber gehalten wird, sondern wo der Gast auch noch das Holz f\u00fcr die Feuerstelle findet &#8211; eine sehr einladende Geste, die wir als Campierende mit dem sauberen Verlassen unseres Picknickplatzes beantworten. \u00a0 Unsere drei Herren werden so schl\u00e4frig, dass sie sich jeder eine Bank f\u00fcr ein Nickerchen aussuchen. Bei dem wunderbaren Nadelduft, der idyllischen Mittagsruhe, diesem Vertrauen in die liebliche Gegend wundert es nicht. Man k\u00f6nnte meinen, das Ur- Paradies von Adam und Eva war hier. \u00dcberhaupt:\u00a0 was hei\u00dft eigentlich Engadin? Das Tal des Inn oder vielleicht der Garten des Inn? Alles ist m\u00f6glich. Die Eindr\u00fccke sind hier auch so vielf\u00e4ltig, dass alleine die mentale Verarbeitung erm\u00fcdet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-992\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR9-e1570972935490.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Bis La Punt-Chamues ist es nicht mehr weit. Ein schmaler Kiesweg entlang von Gestr\u00e4uch und der Bahnlinie\u00a0 der &#8222;R\u00e4tischen&#8220; f\u00fchrt uns in die Stadt. Wir entdecken f\u00fcr heute abend eine Gelegenheit, die Engadiner Speisekarte zu testen. Aber zuerst fahren wir zum Hotel:\u00a0 Hier zeigt uns die Besitzerin unsere Zimmer und wendet sich mit den Worten an Kalle: &#8222;Na dann nehmen Sie mal Ihre Frau mit&#8220; &#8211; und Kalle nimmt Lalla mit aufs Doppelzimmer; das Einzel bekomme ich.\u00a0 Kalle und Lalla f\u00fchren f\u00fcr 14 Tage eine Art Vernunftsehe. Da wird festgelegt, wer die Schuhe putzt und wer die Betth\u00e4lfte zum Fenster bekommt. Kalle nimmt auf jeden Fall die Seite, an der die ganzen Stecker zu finden sind. Bei einer Runde ums Haus entdecken wir f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse ungew\u00f6hnliche Blumen mit einer gro\u00dfen\u00a0 violetten Kugel, die bereits von den Bienen umrundet werden. Drau\u00dfen zieht es sich jetzt leider zu und es f\u00e4ngt an zu regnen, w\u00e4hrend wir speisen. Kalle und Herbert wundern sich \u00fcber ihr Cordon Bleu in XXXL, die f\u00fcr jeweils eine Person schwierig zu bew\u00e4ltigen ist. Daf\u00fcr macht sich Lallas Portion Risotto ziemlich klein aus.\u00a0 Diesen guten Abend schlie\u00dfen wir mit einem Absacker.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><a style=\"color: #003366;\" href=\"https:\/\/www.gpsies.com\/map.do;jsessionid=028CEB1BE5CDA5A1F0C1324D82C57ACC.fe2?fileId=gaeeumzdzklpengj\">GPX zum Downloaden: Inntal-Radweg<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-994\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR11-e1570972999743.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Do, 03.09.2009: Etappe 2:\u00a0 La Punt-Chamues &#8211; Lavin<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Drau\u00dfen nieselt es noch, als wir aufbrechen wollen. Neben unserem Hotel &#8222;Chesa Plaz&#8220; decken wir uns f\u00fcr die Brotzeit mit Wurstspezialit\u00e4ten aus der Engadiner Metzgerei Laudenbacher ein.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #339966;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">Im Angebot sind au\u00dferdem:\u00a0<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #339966;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">Fleisch von Reh, Hirsch, Gams oder Steinbock &#8211;\u00a0 Urdinkel Bauernbirnbrot &#8211; Maronikuchen im Glas &#8211; BioNusstorte &#8211; oder Bergeller Honig\u00a0<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Es gibt heute zwei M\u00f6glichkeiten der Wegbenutzung: gestern abend hatte uns eine Dame des Ortes den Vorschlag gemacht, die Kantonsstra\u00dfe zu benutzen, da der Inn-Radweg in seinem Verlauf bis Zernez sehr h\u00fcgelig ist und man immer mit pl\u00f6tzlichen Steigungen rechnen muss. Wir benutzen also die Kantonsstra\u00dfe, w\u00e4hrend mir bei einem kr\u00e4ftigen Windsto\u00df durch einen entgegen kommenden Laster die M\u00fctze von Dr. Gerd ins Gesicht weht.\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-996\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR13-e1570973063671.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>am Inn = sur En &#8211; Bis in die Stadt Zuoz bleiben wir auf der Kantonsstra\u00dfe.\u00a0 Hier steigen wir vom Rad und bestaunen diese h\u00fcbsch get\u00f6nten Fassaden mit ihrem k\u00fcnstlerischen &#8222;Graphiti&#8220;, da ist jedes Geb\u00e4ude, jede Kirche und jeder Stadtturm. Wir passieren ab nun weiter die Kantonsstra\u00dfe und kommen an Stellen, an denen es auf der rechten Seite sehr steil nach unten geht und unsere schmale Fahrspur nur durch eine Leitplanke vom Untergrund 100 m unter uns getrennt ist.\u00a0 Es geht nach Zernez steil bergab, und unsere Herren schie\u00dfen mit 55 km\/h den Berg hinunter, Roswitha und ich nicht ganz so rabiat hinterher. Unten warten sie ja doch alle auf uns. Kurz hinter Zernez sind wir wieder am smaragdgr\u00fcnen Inn, Zeit unser Mitgebrachtes zu verzehren. Es h\u00f6rt jetzt auch auf zu regnen. Von einer kurzen Runde bringen mir Herbert und Kalle einen Andenkenstein = einen Quarz, mit, den ich fortan als\u00a0 Gl\u00fccksbringer in meinem Gep\u00e4ck transportiere und jahrelang in meiner neu angelegten Steinsammlung aufbewahre. Dem Stra\u00dfenverkehr kehren wir f\u00fcr heute erst mal den R\u00fccken und bleiben wieder auf unserem Innradweg &#8222;65&#8220;. Ohne Kapuzen und Regenbekleidung f\u00e4hrt es sich doch bequemer. So kommen wir gegen Nachmittag nach Susch, ebenfalls ein Schmuckst\u00fcck in der Engadiner Natur, und genehmigen uns hier in einem Caf\u00e9 eine Erfrischung. Dieses Caf\u00e9 wird von einem alten Herrn bedient, der uns vor lauter Mi\u00dftrauen auch keine Sekunde aus den Augen l\u00e4sst, bis wir wieder aufsatteln. Dieses Misstrauen gilt wohl nicht gerade nur unserer Gruppe?\u00a0 Vielleicht hat er schlechte Erfahrung gemacht. Jedenfalls passt er gut auf seine bildh\u00fcbsche Stadt auf, durch die der Inn mitten hindurch flie\u00dft. \u00dcber den Inn f\u00fchrt eine dunkle Holzbr\u00fccke, von der aus das Stadtbild wie aus dem Bilderbuch ausgeschnitten aussieht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-995\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR12-e1570973137469.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/><span style=\"font-size: 12px; color: #993366;\"><em>kleine Stadt Susch<\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Bis Lavin f\u00fchrt uns der Weg noch ein paarmal rauf und runter, zum Schlu\u00df innerhalb von Lavin weit hinauf.\u00a0 Roswitha hat bei der Auswahl des Hotels wieder ganze Arbeit geleistet. In Lavin existiert noch ein weiteres Hotel, das Piz Linard, welches wir auf einer Spazierrunde entdecken. Roswitha hatte dieses Hotel auch kontaktiert, aber hier keine Antwort auf eine Reservierungsanfrage bekommen.\u00a0 Dieses italienische, dazu sehr k\u00fcnstlerische Ambiente l\u00e4dt zu einem Bier ein, und zur Besichtigung einiger Zimmer, deren innenarchitektonische Vielfalt mit ihren liebevollen Details Ausdruck eines Kunstliebhabers ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-997\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR14-e1570973294966.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/><span style=\"font-size: 12px; color: #993366;\"><em>Engadiner Hausfassade<\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">F\u00fcr die Stadt ist dieses k\u00fcnstlerisch ambitionierte Hotel das einzige in seiner Art, aber im Engadin braucht man die Preise nicht so eng zu sehen.\u00a0 Das Hotel weist noch eine Besonderheit auf: hier steht nicht nur ein Klavier f\u00fcr mich &#8211; sondern auch ein Kontrabass f\u00fcr Herbert &#8211; die beiden sind direkt Freunde.\u00a0 Wir bereiten uns innerlich auf den morgigen Tag vor, denn der wird einiges von uns abverlangen. Auf einer Anh\u00f6he sehen wir die H\u00f6he, die wir morgen erreichen wollen.\u00a0 Aber noch genie\u00dfen wir die frische schweizer Luft.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"> <span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 450px; border-color: #05521e; text-align: center;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #993366;\">Engadiner Nusstorte:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">350 g Mehl,\u00a0 <\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">250 g Butter, weich,\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">400 g Zucker,\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">1 Prise Salz,\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">1 Ei,\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">1 Eigelb,\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">400 g Waln\u00fcsse,\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">100 g Schlagsahne,\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">2 EL Honig<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #ffffff;\">alt\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #993366;\">Mehl, Fett, 200 g Zucker, Salz und Ei verkneten und ca. 30 Minuten kalt stellen. N\u00fcsse (bis auf die H\u00e4lfte) grob hacken. 200 g Zucker unter R\u00fchren goldgelb karamelisieren, gehackte N\u00fcsse unterr\u00fchren und mit Sahne abl\u00f6schen. Honig zugeben und ca. 1 Minute k\u00f6cheln und abk\u00fchlen lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #993366;\">Teig auf wenig Mehl ca. 3 mm dick ausrollen. Zwei Kreis von ca. 26 cm Durchmesser ausstechen.\u00a0 In eine mit Backpapier ausgelegte Springform legen. Vier 20 cm lange Sreifen (6 cm breit) ausschneiden. Innen an den Springformrand legen und \u00fcberh\u00e4ngen lassen.\u00a0 Nusscreme einf\u00fcllen und \u00fcbrige Teigplatte drauflegen. Rand \u00fcberklappen, mit einer Gabel andr\u00fccken. Eigelb nd 1 TL Sahne verquirlen und Torte mit 2\/3 davon bestreichen (bis auf 1 Essl\u00f6ffel). Im vorgeheizten Backofen (E-Herd 175 \u00b0C \/ Umluft 150 \u00b0C) 45-50 Minuten backen.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #993366;\">Aus dem Restteig Sterne ausstechen und mit Ei-Sahne-Masse bestreichen. Nach ca. 35 Minuten mitbacken. Torte mit Sternen verzieren.\u00a0<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Fr. 04.09.2009: Etappe 3: Lavin &#8211; Guarda &#8211; Scuol &#8211; Ramosch\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"> <span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #993366; font-size: 12px;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-998\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR15-e1570973727560.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/><\/span><\/em><\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><span style=\"font-size: 12px; color: #993366;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">bei Ftan\u00a0 <\/span><\/em><\/span>Heute steigen wir im Dunst hoch, zun\u00e4chst im Sattel, aber dann wird es auch schon ziemlich heftig steil.\u00a0 Es h\u00f6rt sich zwar nach Bummelei an, wenn wir bis mittags &#8222;nur&#8220; 15 km vorw\u00e4rts gekommen sind, aber wir steigen von Lavin bis Guarda 200 H\u00f6henmeter. Unterwegs begegnet uns eine Gruppe von wandernden M\u00e4nnern, die heute zufu\u00df auf Betriebsausflug unterwegs sind. Ein paar nette Wandergr\u00fc\u00dfe sind immer willkommen. Am Brunnen mitten in der Stadt Guarda f\u00fcllen wir alle unsere Wasserflaschen auf.\u00a0 Wer hat blo\u00df diese vielen Steine f\u00fcr die hiesigen H\u00e4user hier hoch gekriegt? In diesem h\u00fcbschen Ort leiste ich mir ein besonderes Andenken: eine mittelgro\u00dfe Kuhglocke, mit der ich ein paar Vierbeiner in Erstaunen versetze. Dieses zus\u00e4tzliche Gewicht ist es mir wert, auch die n\u00e4chste 200-Meter-H\u00fcrde sowie alle weiteren Alpen-Kilometer mitzunehmen. Wir sind heute nicht so ehrgeizig, am Vormittag schon jede Steigung mit Schwung zu nehmen, denn der Trend bleibt heute genauso wie am Vormittag, mit anderen Worten: wir schieben des \u00f6fteren, weil die Steigung mit Gep\u00e4ck der Lungenkapazit\u00e4t ganz sch\u00f6n stramme Leistungen abverlangt.\u00a0 Das n\u00e4chste Gef\u00e4lle um 200 m bedauern wir doch sehr, weil es dann anschlie\u00dfend nach Ftan wieder um 200 H\u00f6henmeter nach oben geht, und nach Scuol wieder 200 m runter.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12px; color: #993366;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-999\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR16-e1570973828327.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12px; color: #993366;\">Ramosch<\/span><br \/>\n<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Bei Ftan befahren wir eine Stra\u00dfe, die scheinbar aus einem Gemisch aus Lehm und Beton besteht. Roswithas Fahrrad muss zwischendurch in einer Tiertr\u00e4nke gebadet werden, damit sie ohne Beton weiterkommt.\u00a0 Wir freuen uns, dass heute vormittag der Himmel bedeckt ist, und nicht bei praller Sonne 35 \u00b0-Temperaturen herrschen. In Sucol lassen wir es uns gut gehen, suchen ein gutes Restaurant aus &#8211; also Pommes Bahnschranke kommt auf der ganzen Tour nicht gut an.\u00a0 Ein bisschen langsamer als vor dem Essen besuchen wir die Kirche, die wie eine Festung auf einem Felsvorsprung gebaut dasteht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\"><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12px;\">Ramosch<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Danach haben wir es gut: ein ebener Weg, eine besondere Quelle mit natriumhaltigem Wasser und ein gutes Hotel\/Caf\u00e9 am Inn, wo wir wieder eine Engadiner Nu\u00dftorte genie\u00dfen d\u00fcrfen.\u00a0 Es w\u00e4re zu verlockend, hier zu bleiben, zumal dieses Hotel auch Zimmer zu vermieten h\u00e4tte, denn unsere letzte Station Ramosch liegt wiederum 100 m h\u00f6her am Inn als dieses Lokal. Wir wollen nicht kneifen, qu\u00e4len uns noch die letzten Meter ab und freuen uns auf eine Dusche &#8211; nacheinander auf der Etagendusche.\u00a0 Heute abend haben wir das Hotel, in dem wir campieren, ganz f\u00fcr uns. Die K\u00fcche ist gut, serviert werden B\u00fcndner Spezialit\u00e4ten, die uns nach dem strapazi\u00f6sen Tag wieder aufbauen. Drau\u00dfen gewittert es &#8211; das geht hier sehr schnell. Wir leisten uns allerhand Sp\u00e4\u00dfchen und lachen bis der Regen aufh\u00f6rt. Es war ein anstrengender, aber sehr reizvoller Tag mit vielen sch\u00f6nen Eindr\u00fccken.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"> <span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Sa. 05.09.2009: Etappe 4: Ramosch\/CH &#8211; Reschenpass &#8211; Prutz\/A<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #ffffff;\">St. Martina am Reschenpass<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1001\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR18-e1570974360117.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Heute scheint die Sonne wieder aus einem wolkenfreien Himmel und wirkt sich besonders g\u00fcnstig auf unser Gem\u00fct aus, hinterl\u00e4\u00dft sie doch einen nachhaltigen Eindruck von dieser Grenzgegend um den Pass herum in uns.\u00a0 Gerade diese Etappe fahre ich im Geiste immer wieder gerne durch. Soweit wir heute \u00fcberhaupt Radwege fahren k\u00f6nnen, machen wir davon Gebrauch. Lalla und ich fahren eine kleine absch\u00fcssige Abfahrt vor, um nach dem richtigen Weg &#8222;65&#8220; zu suchen, liegen mit unserer Vermutung richtig. Bis zum Grenzort Martina fahren wir unser \u00fcbliches Rauf-und-Runter-Tagestraining. Hier passieren wir die Zollstation zwischen der Schweiz und \u00d6sterreich, bleiben ab jetzt auf der Grenzstra\u00dfe, die sich\u00a0 den Reschenpass hinaufschl\u00e4ngelt und uns durch drei Tunnel hindurchf\u00fchrt. Bei dem Lasterverkehr neben und hinter uns kann keiner von uns mal eben anhalten, sondern wir sammeln uns an verschiedenen Ausbuchtungen und warten aufeinander.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Die Pass-Stra\u00dfe ist eng, l\u00e4sst daher nur wenig Luft, Sonne und Verkehr durch. Daf\u00fcr scheint diese auf die vor uns liegenden zweieinhalbtausender, von denen einer bezaubernder ist als der n\u00e4chste.\u00a0 Selbst der R\u00fcckblick f\u00e4llt schon ein wenig schwer, weil wir die Schweiz gleich verlassen. Kalle und Herbert w\u00fcrden gerne noch einen Abstecher nach Samnaun unternehmen, eine Stadt auf \u00f6sterreichischem Terrain, die wegen seiner architektonischen Sch\u00f6nheit einen guten Ruf besitzt und wo man so nebenbei ein paar Zigarren g\u00fcnstiger beschaffen kann. Das w\u00e4ren mindestens 12 km Umweg mit beachtlicher Steigung und einem Zeitaufwand, den wir dann doch nicht riskieren.\u00a0 Wir genie\u00dfen den Blick, fotografieren jedes Bilderbuch-Panorama und verabschieden uns dann jeder f\u00fcr sich vom Engadin in Graub\u00fcnden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #ffffff;\">Grenze Schweiz-\u00d6sterreich<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1000\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR17-e1570974513150.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Ein paarhundert Meter weiter h\u00e4lt Herbert auf \u00f6sterreichischem Gebiet an einem Steinsockel an: hier steht der Tiroler Adler als Zeichen der Staatsgrenze.\u00a0 Haben wir noch ein Schl\u00fcckchen zum Ansto\u00dfen ? Die Grenz\u00fcberschreitung wird ab jetzt besonders zelebriert. Auf der linken Seite werden wir auf eine besondere Br\u00fccke aufmerksam. Hier befinden sich \u00fcberall Haken und Schlaufen, an die man sich als m\u00f6glicher Bunjee-Jumping-Springer festzurren kann.\u00a0 Ein rauschender Bach unter uns sucht sich seinen Weg zum Inn. Komische Vorstellung, dort unten mit heilen Knochen anzukommen? Mit meinen bestimmt nicht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1002\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR19-e1570974564498.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Wiederum ein paarhundert Meter weiter befindet sich eine personell besetzte Grenzstation zwischen \u00d6sterreich (geradeaus), Italien (rechts) und Schweiz, die hinter uns liegt.\u00a0 Hier wartet eine 15 km lange Autoschlange auf den Einlass in die Schweiz, wir Radfahrer werden durchgewunken, haben ja auch au\u00dfer ein paar Engadiner W\u00fcrstchen zum Mittagstisch nichts zu verzollen. Hierher verl\u00e4uft auch die Via Claudia Augusta, die uns noch eine Weile als Fernwanderweg parallel zum Innradweg begleitet; diese nimmt ihren Anfang in Bayern und f\u00fchrt \u00fcber Tirol und den Reschenpass und \u00fcber Meran zur Adria. Es ist die uralte r\u00f6mische Hanseroute zwischen der Donau und der Adria.\u00a0 Nun sind wir ganz und gar in Tirol; das ganze Aussehen der saftigen B\u00e4renmarke-Wiesen und die f\u00fcrTirol blumenreich geschm\u00fcckten H\u00e4user teils aus wei\u00dfem Putz und andernteils aus Holz pr\u00e4gen das Landschaftsbild &#8211; es fehlt hier eigentlich nur der B\u00e4r und die Dosenmilch. Im ersten westtiroler Ort Pfunds f\u00e4llt der Unterschied zwischen \u00d6sterreich und der Schweiz noch einmal am halben Preis aller Verkaufsartikel und der Hotelzimmerpreise auf. Hier herrscht wieder der Euro. Ich nehme meinen 20-Schweizer-Franken-Schein uneingetauscht mit nach Hause, weil ich keine Gelegenheit mehr finde, ihn zu tauschen.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1003\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR20-e1570974660856.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Mittag in Pfunds \u00d6sterreich &#8211;\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Wir campieren hier in Pfunds an einer vom Sonnenlicht in blendendes Wei\u00df geh\u00fcllten Kirche und nehmen unser Picknick. Hier treffen wir auf die unterschiedlichsten Radreisenden in alle m\u00f6glichen Richtungen, auch in die, aus der wir gerade kommen.\u00a0 Ein P\u00e4rchen m\u00f6chte gerne per Rad zum Vierwaldst\u00e4tter See &#8211; ein sportliches Ziel. Kalle erz\u00e4hlt bei der Gelegenheit von einem Bekannten, der vor kurzem 10.000 km alleine in Nordamerika im Fahrradsattel hinterlegt hat, u. a. in Alaska. Wirklich mutig, aber alleine fahren hat eben etwas ganz Besonderes und Inniges und Emotionales. Von solch einer Reise kommt man immer anders wieder als man gefahren ist.\u00a0 Da l\u00e4\u00dft man ein St\u00fcck von sich in der Ferne und tr\u00e4gt ein St\u00fcck Ferne fest in seiner Seele.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #ffffff;\">Am Reschenpass<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Ab 13:00 h hinterlegen wir unsere Nachmittagskilometer ohne Kaffeepause bis nach Prutz. Hier bewohnen wir ein richtig gutes Hotel mit Halbpansion;\u00a0 warmem Essen zum Ausw\u00e4hlen. Wir gehen noch ein wenig durch die Stadt, wo wir Steilwandkletterer beobachten und f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag einen &#8222;sauren Brunnen&#8220; ausmachen.\u00a0 Ein Anekd\u00f6tchen f\u00fcr den Abendspaziergang: Herbert hat im Glauben, seine pastellfarbene hellgr\u00fcne Strickjacke in der Hand zu haben, zu Roswithas Verwunderung deren gleichfarbenes Nachthemd in der Hand.\u00a0 Da Herbert sich dieses mitgebrachte Textil nicht so l\u00e9g\u00e8r \u00fcberstreifen kann, wird der Spaziergang vor dem Essen nicht allzu ausgedehnt. Nach dem guten Essen legen wir noch einmal zur Stadthalle los, wo wir ein Blaskonzert geboten bekommen, was uns auch heute abend an zuhause erinnert.\u00a0 Ansonsten gehen wir heute von den vielen Eindr\u00fccken gepr\u00e4gt eine Stunde eher aufs Zimmer. Gute Nacht, Inn, bis morgen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span>\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">So. 06.09.2009: Etappe 5: Prutz\/A &#8211; Landeck &#8211; Stanz<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1004\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR21-e1570974739690.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Die heutige Etappe ist nur kurz, da wir gen\u00fcgend Zeit in der Stadt Landeck verbringen wollen, von der Herbert mit Recht sagt, dass sich ein Aufenthalt hier sehr\u00a0 lohnt. Zun\u00e4chst passieren wir die Pontlatzbr\u00fccke bei Prutz, in deren N\u00e4he im fr\u00fchen 18. Jhdt eine Schlacht zwischen Tiroler K\u00e4mpfern gegen eine Vereinigung von Bayern und Franzosen stattgefunden haben soll.\u00a0 Es muss schon eine sehr reizvolle Gegend sein, wenn sich zu deren Eroberungsfeldzug Bayern und Franzosen zusammen schlie\u00dfen. Weiter geht es an einer Staustufe und kurz darauf an einer Felssteinwand vorbei, wo die Hindernisse schon unten liegen, von denen jederzeit auch von oben noch welche nachkommen k\u00f6nnten. Bald kommen wir nach Urgen, einer kleinen Stadt kurz vor Landeck, die heute einen besonderen Tag feiert.\u00a0 Hier reihen wir uns in eine Menschengruppe ein, die gespannt den Marsch mehrerer Trachtengruppen zu einer h\u00f6her gelegenen Stadtkirche beobachtet. Doch bevor sich die in gr\u00fcn gekleideten Bl\u00e4ser in Bewegung setzen, kommt aus 50 Gewehrm\u00fcndungen der in rot gekleideten Trachtentr\u00e4gern ein un\u00fcberh\u00f6rbares, \u00fcber 120 Dezibel lautes<a style=\"color: #003366;\" href=\"https:\/\/drive.google.com\/open?id=13xa5BH9N88deprECn6KTqaWIDFIoL97x\"> &#8222;Grrrriiiiaaaazzzi Gott&#8220;<\/a> , so dass Kalle und ich f\u00fcr eine halbe Stunde taub auf beiden Ohren sind. Von der Blasmusik ist dann nur noch halb so viel zu h\u00f6ren.\u00a0 Als Posaunisten wissen Herbert und ich, wie sehr anstrengend das Musizieren mit Blasinstrumenten bei schreitender Bewegung ist, vor allem bergauf.\u00a0 Oben bei der Kirche angekommen werden die Trachtengruppen vom Innsbrucker Bischof h\u00f6chstpers\u00f6nlich begr\u00fc\u00dft, der diesem Tag sein geweihtes Gr\u00fc\u00df Gott verleiht.\u00a0 Wir sehen uns die Begegnung mit Interesse an und setzen unseren Weg nach Landeck fort.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1006\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR23-e1570974879477.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Landeck ist ein reizendes St\u00e4dtchen. Es liegt so h\u00fcbsch im Inntal, umgeben von interessanten Bergkuppen wie dem Thialkopf mit 2.398 m, dem Blankahorn 2.800 m, der Silberspitze 2.400 m, die Stadt selbst liegt auf 816 m, und der Ortsteil Stanz, den wir heute besuchen, liegt auf 1.038 m H\u00f6he.\u00a0 Im Hotel Greif halten wir uns nur sporadisch auf. Nach dem \u00fcblichen Entleeren der Gep\u00e4cktaschen auf s\u00e4mtliche M\u00f6belteile des Zimmers sammeln wir uns drau\u00dfen &#8211; ohne Fahrrad &#8211; und lassen uns von einem Shuttlebus nach Stanz hochfahren. Hier ist heute Zwetschgenfest, der Himmel so blau wie die Zwetschen, und wie sp\u00e4ter die G\u00e4ste, was bei der heutigen kr\u00e4ftig w\u00e4rmenden Sonne recht rasch vonstatten geht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Unter dem Motto &#8222;Stanz brennt&#8220; werden hier allerhand wohlschmeckende\u00a0 Leckereien, mit oder ohne Zwetschgengeist, angeboten. Die Tiroler nennen diese Fr\u00fcchte Zwetschken. Die Brennereien werden heute sehr rege besucht.\u00a0 Unsere drei Herren m\u00f6chten ganz genau wissen, woher der Unterschied zwischen &#8222;Geist&#8220;, &#8222;Wasser&#8220; und &#8222;Brand&#8220; herr\u00fchrt. Der Obstler schmeckt hier drau\u00dfen bei gutmeinendem Sonnenschein, als Beigabe zum Zwetsch(k)genpfannkuchen bzw. Zwetsch(k)genkn\u00f6del besonders gut.\u00a0 Von dem W\u00e4sserchen kann ich hier leider kein Rezept verraten, aber von:<\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 500px; border-color: #a10bb8; border-style: solid; text-align: center;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #993366;\">Zwetschken-Steinpilz-Ravioli:\u00a0 Zutaten:(f\u00fcr 4 Personen):\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #993366;\">300 g Mehl doppelgriffig [ ? ], 2 Eier, 5 Eigelb, 100 g Steinpilze, 50 g Zwetschken, 25 g Schalotten, 25 g Butter, 150 g Ricotta.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><span style=\"color: #993366;\">Zubereitung: Ravioli: Aus den Eiern und dem Mehl einen Nudelteig herstellen und f\u00fcr mindestens 1 Stunde im K\u00fchlschrank ruhen lassen.\u00a0 F\u00fcllung: Die Steinpilze fein zusammenschneiden und in hei\u00dfem \u00d6l anschwitzen und mit Salz, Pfeffer, Thymian und Knoblauch w\u00fcrzen. Schalotten fein w\u00fcrfeln und in der Butter anschwitzen, Steinpilze un die feingehackten Zwetschken zugeben, kurz mitd\u00fcnsten. Mit dem Wei\u00dfwein abl\u00f6schen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse abk\u00fchlen lassen. Haseln\u00fcsse kurz anr\u00f6sten (ohne \u00d6l), abk\u00fchlen lassen. Steinpilz-Zwetschken-Masse, Haseln\u00fcsse, Ricotta und Eigelb vermischen, nochmal mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Nudelteig ausrollen und mit der F\u00fcllung Ravioli herstellen. \u00a0\u00a0<\/span> \u00a0\u00a0<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 500px; border-style: solid; border-color: #5f0573; text-align: center;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #993366;\">Stanzer Zwetschkenkn\u00f6del aus Topfenteig:\u00a0 Zutaten: 400 g Topfen, 80 g Margarine, 5 Dotter, 250 g Mehl (glatt), Salz, Zitronia, Vanille;\u00a0 Gesamtmenge: 830 g\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #993366;\">Zubereitung:\u00a0 Die Margarine gropb raspeln &#8211; mit dem Mehl etwas abmischen &#8211; restliche Zutaten beigeben &#8211; rasch zu einem glatten Teig abarbeiten &#8211; eine Rolle formen &#8211; rasten lassen &#8211; weiterverarbeiten. Verwendung: Topfenkn\u00f6del, Fruchtkn\u00f6del.<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1007\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR24-e1570975018276.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Die Zwetschenkn\u00f6del duften bei ihrer Herstellung schon so verf\u00fchrerisch, dass Lalla zu deren Erwerb eine enorm lange Warteschlange in Kauf nimmt, die sich vor dem Stand schon gebildet hat.\u00a0 Aber mit der Musik der Band mit dem Namen &#8222;Geh\u00f6rsturz&#8220; (hatten wir heute morgen schon), wird uns nicht langweilig. Zwischendurch wandern wir auf und ab durch das Dorf, probieren hier und dort an der Zwetschgenschokolade oder frisch gebackenem Brot.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">a<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span>lt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Bei der Stanzer Feuerwehr ist eine Menge los. Hier spielt die Innsbrucker-Boehmische Band gekonnt ihr Repertoire mit 6 Leuten zum gr\u00f6\u00dften Vergn\u00fcgen der Zuschauer. Diese Gruppe ist hier schon sehr bekannt, vor allem spielt sie eine gute Nummer nach der anderen, da ist jeder auf den anderen eingespielt.\u00a0 Bis zum Ende des Tages k\u00f6nnen wir allerdings nicht hier verweilen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Aber jeder Tag neigt sich seinem Ende zu, auch die, die am liebsten nie vergehen sollten.\u00a0 So \u00fcberlegen wir uns, zufu\u00df nach Landeck zur\u00fcck zu laufen, die Shuttle-Busse sind um diese Zeit zu voll.\u00a0 So begegnen wir unterwegs einem jungen P\u00e4rchen, die uns sicheren Fu\u00dfes auf Schleichwegen und in 20 Minuten (also genau so schnell wie der Bus) nach Landeck zur\u00fcck begleiten.\u00a0 Wir sind sehr dankbar, denn ohne die beiden w\u00e4ren wir erst nach zwei Stunden im Dunkeln wieder angekommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1008\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR25-e1570975064359.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Auf diese Weise entdecke ich auf dieser Tour erstmalig\u00a0 in der untergehenden Sonne ein f\u00fcr mich bedeutendes Weges-Zeichen:\u00a0 die elf Strahlen der Pilgermuschel des Jakobswegs. Hierher verl\u00e4uft also der Jakobsweg Tirol, der uns auch durch ganz Tirol begleiten wird, und weiterhin von Kufstein nach Passau.\u00a0 Die anderen st\u00f6hnen ab jetzt, wenn ich wegen der Muschel stehen bleibe. Wir befahren hiermit einen INNwendigen Radweg, allerdings in entgegen gesetzter Richtung zur M\u00fcndung. Aber der Weg ist in beide Richtungen reizvoll. Ein Grund mehr, jeden weiteren Meter dieser Radreise zu genie\u00dfen. Im Prinzip war das ja jetzt die dritte Variante eines &#8222;Griazzzi Gott&#8220; am heutigen Tage.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Im Hotel erleben wir noch ein letztes Highlight: am Nachbarstisch sitzt eine Dame, die sich mit Herbert und Roswitha in flie\u00dfendem Franz\u00f6sich unterh\u00e4lt, als ich den Speisesaal betrete.\u00a0 Sie sprechen so deutlich, dass sogar ich fast alles mit bekomme. Also Herbert und Roswitha: alle Achtung f\u00fcr Eure sparchlichen F\u00e4higkeiten.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Der heutige Tag hatte es aus mehreren Aspekten &#8222;Inn sich&#8220;.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"> <span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Mo. 07.09.2009: Etappe 6: Landeck\/A &#8211; Imst &#8211; Telfs<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1009\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR26-e1570975808526.jpg\" alt=\"\" width=\"285\" height=\"380\" \/>Wir befahren die Bundesstra\u00dfe, um Landeck zu verlassen, d. h. Baustellen, Krach, Dreck und miese Luft. Es sind nur ein paar Kilometer bis Zams, als wir unserem Begleit-Gew\u00e4sser wieder begegnen. Unsere Jungs k\u00f6nnen dar\u00fcber lange diskutieren, welcher der bessere Weg gewesen w\u00e4re.\u00a0 Inzwischen passieren wir die Kronburg, von der aus der Betrachter das Inntal um Landeck herum gut \u00fcberblicken kann &#8211; ich nehme an, dass das aus strategischen Gr\u00fcnden wegen des Schulterschlusses von Franzosen und Bayern gegen die Tiroler Einwohner seine Gr\u00fcnde hat (siehe Pontlatzbr\u00fccke); diese Gegend scheint ja strategisch in alle Himmelsrichtungen bedeutsam zu sein. Heute ist hier auf dem Innradweg richtig was los &#8211; eine Radgruppe nach der anderen kommt uns entgegen.\u00a0 Wir erreichen einen ehemaligen Brandopferplatz unweit von Sch\u00f6nwies. Hier entdecken wir tiefe Spurrillen von Pferdewagen, die vor hunderten von Jahren ihre Opfer hierher gebracht haben. Die ersten beiden Stunden des Tages verlaufen stets so ruhig; jeder h\u00e4ngt noch seinen Gedanken vom Vortag nach, der Strecke, die wir hinterlegt haben bzw. die n\u00e4chsten Kilometer, die noch vor uns liegen. Einige hohe Berge wie der Tschirgant begleiten uns den halben Vormittag. Ab jetzt begleitet uns auch die Inntal-Autobahn, mal sehr nah an unserer Spur vorbei, mal weiter weg, dazwischen die Eisenbahn, deren N\u00e4he uns wesentlich lieber ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1010\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR27-e1570975853164.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Hinter Mils entscheiden wir uns, den Innradweg f\u00fcr ein paar Stunden zu verlassen, um ab Imst die Rosengartenschlucht zu besuchen.\u00a0 Wir werden allm\u00e4hlich wieder aus unserem gleichm\u00e4\u00dfigen Tritt wachger\u00fcttelt, denn nach Imst f\u00fchrt der Weg wieder hoch. Das hebt auch alle Organe wieder auf Habachtstellung.\u00a0 Imst und die Rosengartenschlucht liegen am Fu\u00dfe der Lechtaler Alpen. Im Tourismusb\u00fcro d\u00fcrfen wir unsere Gep\u00e4cktaschen unterbringen und drau\u00dfen die R\u00e4der anbinden. So machen wir uns dann zufu\u00df auf den zweieinhalb-st\u00fcndigen Wander-Weg. \u00dcber Steinquader, Treppen, Metallgitter, an rauschenden und rei\u00dfenden Wasserf\u00e4llen vorbei\u00a0 bewegen wir uns 200 H\u00f6henmeter aufw\u00e4rts, \u00fcber uns Schluchten und unter uns ebenso. Auf einem Plateau genie\u00dfen wir dann den malerisch sch\u00f6nen Ausblick auf die unter uns liegende Stadt Imst sowie auf die durch das satte Gr\u00fcn schimmernden zerkl\u00fcfteten Gipfelfelsen, die &#8211; so sagt man uns &#8211; in der sp\u00e4teren Nachmittagssonne einen ros\u00e9 Schimmer annehmen, die der Rosengartenschlucht dadurch ihren Namen verleihen.\u00a0 Oben in Hochimst g\u00f6nnen wir uns eine Pause mit Kaiserschmarrn (aufgetaute Gummi-Ente) und einem k\u00fchlen Getr\u00e4nk. Die gut gebaute Wirtin im gr\u00fcnen Dirndl, die eigentlich besser mit 10 Mass im Arm auf &#8222;die Wiesn&#8220; gepasst h\u00e4tte, verwehrt uns auch nicht den Blick auf eine weitere tiefe Schlucht, die von s\u00e4mtlichen anwesenden m\u00e4nnlichen G\u00e4sten mit einem schnellen Seitenblick beantwortet wird. Wir wollen mit unserem Abstieg auch nicht allzulange warten, denn wir m\u00fcssen bis Telfs noch weitere 34 km hinterlegen, und inzwischen ist es doch schon sehr warm. Die Schlucht nach\u00a0 unten zu bewandern, geht wesentlich schneller, aber auch sehr intensiv in die Wadenmuskeln. Wir bedanken uns im Tourismusb\u00fcro und satteln wieder unsere Drahtesel.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1011\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR28-e1570976365180.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Unser &#8222;Wohnzimmersitz&#8220; ist uns jetzt sehr angenehm unter den vier Buchstaben.\u00a0 Auf dem folgenden Weg werden an vielen Stellen Ger\u00f6llschutzw\u00e4nde gebaut, damit die Bahngeleise nicht vom Steinschlag getroffen werden. Bei Roppen beschreibt der Inn einige Schleifen.\u00a0 Ich tr\u00e4ume vom Jakobsweg, mache andauernd Fotos von der Gegend, von der Pilgermuschel, so dass ich meine Mitfahrer schon damit nerve. Gerd = Lalla denkt dazu, dass ein Bad in der Masse dabei wichtig ist, dass man auf diesem Weg von allen anderen, die ihn auch laufen, mitgetragen wird, dass man also den vorgeschriebenen Weg nach Santiago de Compostella laufen soll.\u00a0 Meiner heutigen Erfahrung nach reicht es aus, seinen pers\u00f6nlichen Jakobsweg zu finden und gen\u00fcgend Achtsamkeit sich selbst gegen\u00fcber zu \u00fcben. Ich habe meinen spirituellen Weg gefunden, den ich jederzeit mit dem Rad befahren kann.\u00a0 \u00a0Auf diesem Jakobsweg West-Tirol sind es nur sehr wenige, meistens sehr junge Pilger, denen wir unterwegs mit Wanderstab und Jakobsmuschel begegnen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Bei einigen Tr\u00e4umen in ruhigem Tritt zu fahren und sich dabei dem Mieminger Gebirge zu n\u00e4hern, das Oetztal zu betrachten, in dem der von den Gletschern befreite Oetzi gefunden wurde, bei Haiming eine gediegene Tortenpause einzulegen, das ist ein gelungener Urlaubstag. Bei Stams befindet sich ein wundersch\u00f6nes Zisterzienserkloster, leider f\u00fcr eine lohnenswerte Besichtigung viel zu knapp.\u00a0 Es sind nur noch 8 km bis Telfs und unser Hotel wartet. Unsere Herren fahren ein St\u00fcck n\u00e4her heran, gehen au\u00dfen drum herum und nach innen hinein. Es liegt eben alles auf diesem Wege, dass man sich in dieser Klosteranlage auch theologisch weiterbilden kann. In Telfs kehren wir in den Tiroler Hof ein. Eine tolle Prachtaussicht auf einen Berg in der goldenen Sp\u00e4tnachmittagssonne, eine gute Tiroler Gem\u00fcseplatte, die Fischgerichte sehen ebenso verlockend aus, und vor allem: das erfrischende Bier. In der Schweiz hie\u00df unser Bier: St\u00e4ngerli. War das ein guter Tag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Di. 08.09.2009: Etappe 7: Telfs &#8211; Innsbruck<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1012\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR29-e1570976543658.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Ab Telfs wird die Landschaft des Mieminger Gebirges \u00fcber 20 km so malerisch sch\u00f6n, dass wir allm\u00e4hlich glauben, hier direkt im Paradies zu sein. Wir g\u00f6nnen uns heute viel Ruhe und unternehmen einen kleinen Abstecher nach Inzig und Toblaten. Hier soll ein Maigl\u00f6ckchenbaum zu sehen sein? Mal sehen, ob wir den finden.\u00a0 Die kleine Gemeinde Inzig hat sich auf den Empfang von Pilger-Touristen vorbereitet und bietet im nahegelegenen Pfarrgeb\u00e4ude eine Herberge. Die Langsamkeit des eigenen Fortkommens im Vergleich zur schnellebigen Gesellschaft im &#8222;Flieger&#8220; ist auch ein wichtiger Punkt des Weg-Erlebens. Links und rechts des Weges erstrecken sich weite Apfel-Plantagen &#8211; diese \u00c4pfel sehen allerdings alle gleich gro\u00df und rotbackig aus &#8211; pr\u00e4parierte EG-Qualit\u00e4t. \u00a0 Ein paar Fallexemplare kann man sich wohl auch so mitnehmen. Wir fahren nach Toblaten, um dort einem Wahl-Einwohner aus Dortmund zu begegnen, der hier sozusagen eine Kunstsammlung pflegt, und nat\u00fcrlich eine weitere Pilgerherberge anbietet. Bis Innsbruck ist es nicht mehr allzu weit. Auf einer Weide schaut uns ein ziemlich archaisch aussehender, langm\u00e4hniger Schafsbock erstaunt an, wir ihn ebenso, weil er wie dahin gestellt aussieht: reglos, uralt.\u00a0 Kurz vor Innsbruck dominieren wieder Industrie, Handel und Brenner-Autoverkehr.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1013\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR30-e1570976679445.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Bald finden wir die ruhige linke Inn-Seite, wo Roswitha auch wieder ein schickes Hotel ausgesucht hat, das nur eine viertel Stunde vom Zentrum entfernt liegt.\u00a0 Ab Mittag liegt uns Innsbruck ganz zu F\u00fcssen. Ich war hier zuletzt vor 46 Jahren im Nieselregen auf dem Weg zu irgendeiner benachbarten Klamm, die ich mit meinen Eltern an jenem August-Tag bewanderte.\u00a0 Heute strahlt hier die Sonne und gibt den Blick auf ein prachtvolles Karwendel-Gebirge frei. Meine Naturfreunde halten sich ja lieber hier oben in den Gebirgsspitzen auf und klettern mit Geschirr hier oben herum. Das Goldene Dachl gl\u00e4nzt heute bei der Sonnen-Einstrahlung noch goldener, ein Blickfang vom Stadtturm aus gesehen. Nach einer ausgedehnten Brotzeit gehen wir auf Erkundigungstour, nehmen ein St\u00fcck von der Hofburg mit, gehen in den Jakobs-Dom mit seinem prunkvollen Chorraum, in dem der Pilgerer Jakobus auf einem \u00d6lgem\u00e4lde zu sehen ist,\u00a0 und durchstreifen die kleine Svarowski-Ausstellung, von der wir am kommenden Tag die gro\u00dfe Version zu sehen bekommen. Die Anna-S\u00e4ule steht heute von Bauz\u00e4unen umrundet, von ihr l\u00e4\u00dft sich nur die Spitze fotografisch festhalten. Der Triumphbogen ist so ziermlich die am s\u00fcdlichsten gelegene Attraktion in Innsbruck. Zeit f\u00fcr das &#8222;Wei\u00dfe R\u00f6ssl&#8220; und f\u00fcr einen echten Kaiserschmarrn und andere Gaumenfreuden. Zur rechten Zeit finden wir unser Lager, denn ab dem n\u00e4chsten Tag werden die Etappen ausgiebiger.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"> <span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><strong>Mi. 09.09.2009: Etappe 8: Innsbruck &#8211; Rattenberg<\/strong>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1014\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR31-e1570976763781.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Innsbruck am Morgen &#8211; wir schl\u00e4ngeln uns am Inn entlang in die Innenstadt, wo man um diese fr\u00fche Stunde Zwetschgengeist f\u00fcr zuhause und f\u00fcr die n\u00e4chste Grenze zwischendurch organisiert, denn wenn bei jeder Grenz\u00fcberschreitung ein Pr\u00f6sterchen f\u00e4llig wird, brauchen wir sp\u00e4testens \u00fcbermorgen Nachschub.\u00a0 Der Jakobs-Dom l\u00e4sst noch einmal eindr\u00fccklich seine Glocken erklingen, deren Klang bis tief in alle Zellen reicht. Die Sonne flutet ihr warmes Licht auf das Goldene aber auch alle anderen Dachl. Dann verlassen wir Innsbruck und erreichen bald den Punkt, von wo aus rein rechnerisch unsere zweite Reiseh\u00e4lfte beginnt.\u00a0 Die Hinweisschilder f\u00fchren uns ab jetzt Richtung Kufstein.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Unser Weg f\u00fchrt uns in die h\u00fcbsche Tiroler Stadt Hall, deren M\u00fcnzturm am Ortseingang auf weitere interessante Entdeckungen schlie\u00dfen l\u00e4\u00dft.\u00a0 Es gibt eine M\u00fcnzst\u00e4tte mit -museum, allerdings zu so fr\u00fcher Stunde noch geschlossen \u2013 auf dem Stiftsplatz eine katholische Stiftskirche, die Allerheiligenkirche, kleine Botiquen, Stra\u00dfencaf\u00e9s und ein Rathaus:\u00a0 das heutige Datum sorgt f\u00fcr lebhaften Betrieb auf dem Standesamt. Auch dieser Anblick sorgt f\u00fcr stimmungsvolles Bild. Es sollte mich nicht wundern, wenn unsere R\u00e4der mit Gep\u00e4ck auf dem einen oder anderen Hochzeitsfoto zu sehen sind.\u00a0 Fr\u00fcher gab es auch ein Salzlager. Von Hall aus fuhren Salzschiffe \u00fcber den Inn nach Passau.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1015\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR32-e1570976822715.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Ziemlich ebenerdig geht es \u00fcber eine Stunde lang zu unserem n\u00e4chsten Ziel:\u00a0 die Stadt Wattens, bekannt durch die Kristallwelten des D. Swarowski, dessen Anlage bisher 9 Millionen Besucher angezogen und begeisert hat.\u00a0 K\u00fcnstler wie Andr\u00e9 Heller, Susanne Schmoegner, Brian Eno, sorgen f\u00fcr eine brilliante Stimmung in einem Kristalldom, in dem man von 590 Spiegeln umgeben ist, im Kristalltheater, im Kristallcalligraphieraum und mehreren anderen Wunderkammern mit einem eigens daf\u00fcr komponierten sph\u00e4rischen, zeitlosen Klangraum.\u00a0 Es lohnt sich, diese Eindr\u00fccke mitzunehmen! Kalle und ich kommen wieder ins Freie, wo Roswitha, Herbert und Lalla sich an den Wurstsorten aus Hall ges\u00e4ttigt haben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Kalle und ich m\u00fcssen nach dem Kaiserschmarrn von gestern abend eh k\u00fcrzer treten, also haben wir uns diese Mahlzeit schon mal gespart.\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Und auf in die S\u00e4ttel Richtung Schwaz am Inn. Dieses St\u00e4dtchen bietet uns ein Franziskanerkloster.\u00a0 Aufgrund der Silbermine wurde Schwaz im 14. Jhdt. bekannt, der Bergbau ist allerdings inzwischen stillgelegt. \u00a0 F\u00fcr einen Kaffee ist die Stimmung in der Stadt nicht ganz so einladend, daher pausieren wir an einer Tennisanlage nicht weit von Jenbach.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Von hier aus bis nach Rattenberg erscheint uns der Weg schier unaufh\u00f6rlich.\u00a0 Es kommt ein sehr kr\u00e4ftiger Gegenwind auf, weshalb wir \u00f6fter absteigen und mehr Fl\u00fcssigkeiten brauchen und schlie\u00dflich mit Wonne Rattenberg erreichen und unsere Zimmerschl\u00fcssel entgegennehmen.\u00a0 Rattenberg besteht aus nur 2 Stra\u00dfen: hier wird um 18:00 h der B\u00fcrgersteig hochgeklappt, und sp\u00e4stens um 21:00 h schlie\u00dft das letzte Lokal. Wir finden beim \u201eKanzler Biener\u201c noch rechtzeitig Gelegenheit f\u00fcr eine warme Mahlzeit, umrunden die Stadt mit ihren Glas-Kunstwerk-L\u00e4dchen und beschlie\u00dfen den Tag ohne Absacker.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Do. 10.09.2009: Etappe 9: Rattenberg\/A &#8211; Rosenheim\/D\u00a0<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1017\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR34-e1570976936540.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Der gestrige Abend war ja eine Stunde l\u00e4nger und klarer &#8211; ohne Absacker zumindest im Kopf, so dass derselbige nicht zu m\u00fcde war, um noch ein paar Ansichtskarten zu formulieren, die jetzt ihren Weg zum Briefkasten finden. Die heutige Etappe wird so ca. 75 km betragen, also von daher sind auch die Beine nicht zu m\u00fcde f\u00fcr einen strammen Ritt \u00fcber Kundl bis W\u00f6rgl. Wo ich als Achtj\u00e4hrige mit Eltern, Geschwistern und Gro\u00dfmutter \u00e4hnliche Eindr\u00fccke gesammelt habe wie in der Rosengartenschlucht, das kann nur die &#8222;Kundler Klamm&#8220; gewesen sein, da wir 1963 in der N\u00e4he von W\u00f6rgl, genauer gesagt,\u00a0 in Oberau\/Wildsch\u00f6nau, unsere Ferien verbrachten. Wir lassen W\u00f6rgl allerdings rechts liegen und bewegen uns quer \u00fcber die Autobahn auf die linke Innseite und verzichten auch auf die Innschleife. An dieser Stelle ist der Inn so t\u00fcmpelig und schmal &#8211; nicht mehr wieder zu erkennen. Der Landstrich ist sehr charakteristisch f\u00fcr Tirol, bei blauem, wolkenlosem Himmel wirken alle Farben besonders kr\u00e4ftig. Auch hier begegnet mir wieder &#8222;die Muschel&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1018 alignright\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR35-e1570977106846.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Unser Mittagsziel Kufstein erreichen wir um 11:30 h, sammeln uns erst mal auf dem Marktplatz. Wir haben heute einen besonderen Berater f\u00fcr Sehensw\u00fcrdigkeiten, der uns allerdings erst abends in der Begleitung seiner liebenswerten Frau begr\u00fc\u00dft:\u00a0 Pedder, der Bruder von Dr. Lalla. Hier vorab in Kufstein gibt er uns telefonisch den guten Tipp, die gr\u00f6\u00dfte Freiorgel, die Heldenorgel von Kufstein zu h\u00f6ren, die um punkt 12:00 h t\u00e4glich mit einem Gastkonzert in bis zu 12 km Entfernung zu h\u00f6ren ist.\u00a0 Wir lassen uns gerne darauf ein, bringen unsere R\u00e4der auf halber Bergh\u00f6he unter und lauschen den Kl\u00e4ngen u. a. der Toccata aus der 5. Sinfonie von Carl-Marie Widor &#8211; franz\u00f6sischer Orgelromantiker &#8211; deren harmonische Kl\u00e4nge mir durch jahrelangen Genuss sehr vertraut sind, das ist noch einer der bekanntesten Toccaten.\u00a0 Der Spieltisch dieser Orgel befindet sich auf halber H\u00f6he der Burg, die Orgel selbst kann weiter oben besichtigt werden. Was ich pers\u00f6nlich nicht ganz so berauschend finde, ist das fehlende Echo wie in Cathedralen von Paris, Rouen oder Chartre, Toulouse, in denen meistens auch eine Cavaill\u00e9e-Coll-Orgel zu bewundern ist.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1019\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR36-e1570977018280.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Nach diesem Ohrenschmaus ist f\u00fcr uns zun\u00e4chst eine gediegene Gaumenschmaus-Pause f\u00e4llig.\u00a0 Wir finden in der Altstadt eine wohlgef\u00e4llig M\u00f6glichkeit einzukehren, speisen drau\u00dfen nur durch eine Stra\u00dfe vom Inn getrennt und genie\u00dfen vor allem diese idyllische Atmosph\u00e4re. Nicht weit von hier treffen wir auf den \u00f6sterreichisch-deutschen Grenzstein.\u00a0 Aber zun\u00e4chst absolvieren wir auch heute nach der Mittagspause 18 km Fahrt gegen enormen Wind. Dann kommen wir an den Grenzstein, wo Lallas Zwetschengeist &#8222;vergossen&#8220; wird. Nach dieser Kraftprobe wirkt dieser doppelt so schnell. Nun erreichen wir einen Punkt, wo urpl\u00f6tzlich unsere liebgewonnenen Berge aufh\u00f6ren: der Ausklang des Oberinntals.\u00a0 Unglaublich, aber hier kommt man sich vor wie in Holland. Links und rechts: flach wie ein Brett. Aber das t\u00e4uscht, es ist nur in der Gegend von Rosenheim so flach. Aber bis wir unserr Etappenziel erreichen, geht es tats\u00e4chlich ein paar Tritte hoch in das h\u00fcbsche St\u00e4dtchen Neubeuern. Wir halten uns weiterhin auf der Ostseite des Inns, besuchen das St\u00e4dtchen Nu\u00dfdorf auf einen Kaffee und lassen uns auf Anraten von Lallas Bruder iauf einen Besuch der Stadt Neubeuern ein: es lohnt sich tats\u00e4chlich:\u00a0 die sehr hoch gelegene Burg ist von weitem gut zu sehen, die H\u00e4user der Stadt sehr sch\u00f6n geschm\u00fcckt und mit besonderen Gem\u00e4lden versehen, die Stadtmauer verleiht den Eindruck einer gewissen Privatsph\u00e4re.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1020\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR37-e1570977262919.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Um nach Rosenheim zu kommen, passieren wir die Innbr\u00fccke, fahren ein paar Kilometer Richtung Zentrum, wo sich unser Hotel befindet, und wo wir nun kurz nach der Ankunft den Bruder von Lalla und seine Gattin kennenlernen und mit ihnen den weiteren Abend gestalten.\u00a0 Wir befinden uns in Rosenheim inmitten eines Trachtenfestes mit Sch\u00fctzenzelt, Kirmes und abendlichem Feuerwerk. Die ganze Stadt befindet sich im Trachtenfieber: hier bekommt man alles an Trachten zu sehen, h\u00fcbsch und reich an Farben. Die Stadt Rosenheim mit ihrem ganzen Autol\u00e4rm ist mir allerdings heute abend zu laut. Der Unterschied zur \u00f6sterreichischen Gelassenheit f\u00e4llt hier besonders auf. Der Abend selbst ist ganz lustig:\u00a0 da ich die &#8222;Wiesn-Atmosph\u00e4re&#8220; \u00fcberhaupt nicht kenne, erstaunt mich dieses nachempfundene Wiesn-Zelt, in dem kein Hering mehr zwischen den Mass-Kr\u00fcgen Platz hat. Nach dem grandiosen Feuerwerk um 21:00 h spendiert Pedda, der uns \u00fcbrigens den ganzen Abend freigehalten hat, ein letztes Glas im Sitzen: &#8222;Pedda, vielen Dank ! War nett, Euch kennen zu lernen&#8220;. Ein bewegter Tag geht zu Ende. Komm zur Ruhe, Rosenheim !!!\u00a0<\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"> <span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><strong>Fr. 11.09.2009: Etappe 10: Rosenheim\/D &#8211; M\u00fchldorf\/D<\/strong>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">max<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1021 alignleft\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR38-e1570977373595.jpg\" alt=\"\" width=\"285\" height=\"380\" \/>P\u00fcnktlich um 8:00 h sitzen wir am reich gedeckten Fr\u00fchst\u00fcckstisch, die Buffets sind stets sehr vielf\u00e4ltig\u00a0 gestaltet. Um 9:00 h sind unsere R\u00e4der startklar, und Pedda erwartet uns bereits vor der T\u00fcr, um uns geschickt durch die Gro\u00dfstadt wieder auf den richtigen Innradweg zu bringen. Die heutige Etappe betr\u00e4gt 78 km, unsere Ruhephasen legen wir jeweils im 25 km-Abstand ein.\u00a0 Zun\u00e4chst legen wir einen flotten Tritt \u00fcber 16 km schnurgerade ebene Strecke am Inn auf den Schotter, um die Muskeln richtig in Schwung zu bringen. Der Inn flie\u00dft vor der Staustufe fast bewegungslos, hier verlassen wir den direkten Weg am Flu\u00df, um \u00fcber ein paar D\u00f6rfer ein bi\u00dfchen Abwechslung ins Bild zu bekommen.\u00a0 Bis Wasserburg sind es nur noch 9 km, aber diese hinterlegen wir nicht so schnell, da ab jetzt Muskelmasse gefragt ist. Ein P\u00e4rchen kommt uns auf einem Tandem entgegen; von dem P\u00e4rchen ist allerdings zun\u00e4chst nur der wesentlich breitere Vordermann zu sehen; sie dahinter ist so schmal, dass sie von der Gegend gar nicht viel mitbekommt &#8211; na ja , sie k\u00f6nnte sich ja die Tourenkarte auf &#8222;seinen&#8220; breiten R\u00fccken klemmen, und ihm vorne sagen, wo es lang geht.\u00a0 Die Stadt Wasserburg erleben wir in leichtem Nieselregen. Wir schieben unsere R\u00e4der durch das Brucktor, ein bemerkenswertes Stadttor direkt am Ende der Innbr\u00fccke. Der Inn bildet hier eine Schleife um die Stadtinsel Wasserburg herum. Wir besichtigen die Pfarrkirche St. Jakob &#8211; auch hier sehe ich den Begleiter mit dem Wanderstab und an verschiedenen Stellen die Muschel. Die Burg l\u00e4\u00dft sich nur noch von au\u00dfen besichtigen, da hier inzwischen ein Altenheim untergebracht ist.\u00a0 Aber f\u00fcr eine Wei\u00dfwurscht gibt es im Zentrum ein einladendes Restaurant. Eine gute Portion Eiwei\u00df muss jetzt her, weil die n\u00e4chsten 25 km bis Mittergars dem Radler einiges abfordern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1023 alignright\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR40-e1570977321341.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Gelegentliches Schieben l\u00e4sst sich in diesem H\u00fcgelland nicht vermeiden, zumal die Steigungen 10 bis 16 % betragen und das Gep\u00e4ck nach hinten zieht.\u00a0 In einem kleinen Ort namens Mittergars gibt es zwar nichts zum Einkehren, daf\u00fcr aber eine Feuerwehr und drau\u00dfen einen Tisch und zwei B\u00e4nke. Neben der Feuerwehr befindet sich ein kleiner Laden ohne jegliche Zugeh\u00f6rigkeit zu irgendeiner bekannten Lebensmittelkette oder Genossenschaft. Die Inhaberin kocht Kaffee f\u00fcr uns, den wir drau\u00dfen neben M\u00fcsliriegeln und Obst aus dem L\u00e4dchen und eigenen mitgebrachten Lebensmitteln verzehren.\u00a0 Dieses L\u00e4dchen wird, so wie es uns die Inhaberin erkl\u00e4rt, von der gesamten Dorfgemeinschaft getragen. Die Bauern beliefern sie mit Gem\u00fcse, Obst, Getreide, Eiern, Fleisch, andere Dorfbewohner organisieren den restlichen Bedarf. So kommen wir heute zu einer vollwertigen Mahlzeit im Freien und fahren mit dem besten Eindruck von diesem Dorf noch weitere 25 km \u00fcber Innt\u00e4ler- und -berge bei teilweise sehr sch\u00f6nem Ausblick zum Beispiel auf das Kloster &#8222;Au&#8220; auf der gegen\u00fcberliegenden Innseite weit unten. Bei Jettenbach \u00fcberqueren wir den Inn an einer Staustufe.\u00a0 Bald m\u00fcssen wir uns unterstellen, denn in Zielrichtung wird es \u00fcber uns pechschwarz. Danach geht es weiter \u00fcber St. Erasmus, Niederndorf, Ebing, hier noch eine 16-%ige Steigung &#8211; dann haben wir es bald geschafft. Wir kommen nach Altm\u00fchldorf, 3 km vor unserem Etappenziel M\u00fchldorf an einer Klosteranlage vorbei, drehen hier noch ein paar Runden ebenerdig, bevor wir durch M\u00fchldorf ziehen. Das Hotel hat Roswitha wieder gut ausgesucht: sehr zentral, ein Neubau, mit viel Komfort f\u00fcr gutes Geld. Wir schlendern mit Regenschirm durch die Stadt, deren Kern sich sehr lang zieht, anhand des Baustils der H\u00e4user einen jungen Eindruck macht.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Heute abend sehe ich ein Gesicht, das mir zwar irgendwie bekannt vorkommt, das ich aber ohne ein weiteres Gesicht nicht einordnen kann. Dann erkenne ich die ganze Gruppe wieder:\u00a0 es sind unsere f\u00fcnf Radler aus Hattingen, die mit uns zur gleichen Zeit in Maloja gestartet sind, und die wir zuletzt in St. Moritz gesehen haben. Das ist ja wohl eine tolle \u00dcberraschung.\u00a0 Da wir auch am gleichen Tag in Passau ankommen, werden wir uns ab jetzt \u00f6fter sehen und Erfahrungen austauschen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Sa. 12.09.2009: Etappe 11: M\u00fchldorf\/D &#8211; Braunau\/A\u00a0<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1025\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR42-e1570977664511.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Am Fr\u00fchst\u00fcckstisch entscheiden wir uns f\u00fcr einen 8-km-Umweg \u00fcber die Wallfahrtsst\u00e4tte Alt\u00f6tting, Ziel zahlreicher Pilgerfahrten. Bis wir in Neu\u00f6tting abzweigen, fahren wir von M\u00fchldorf aus eine knappe Stunde.\u00a0 Hierhin kommen j\u00e4hrlich 1 Million Pilger, die der St\u00e4tte mit ihrem Souvenirkauf und diversen Spenden wirtschaftlichen Erfolg bringen. Die Stiftskirche tr\u00e4gt den Namen St. Philipp und Jakob, wurde 1511 im sp\u00e4tgotischen Stil erweitert.\u00a0 Die Neue Schatzkammer mit Wallfahrtsmuseum ist die gr\u00f6\u00dfte und meistbesuchte Attraktion in Alt\u00f6tting. Der Kapellplatz wird abends bei n\u00e4chtlichen Prozessionen im Kerzenschein zu einer einzigen, beeindruckenden religi\u00f6sen B\u00fchne.\u00a0 Hier treffen wir auch die Hattinger Radler wieder. Von Alt\u00f6tting aus fahren wir \u00fcber Neu\u00f6tting nach Marktl, dem Geburtsort von Papst Benedikt XVI und legen hier eine Versorgungspause ein. Das Geburtshaus wird von allen Besuchern der Stadt mehr oder weniger genau in Augenschein genommen, ebenso die Pfarrkirche St. Oswald, in der Benedikt getauft wurde.Nach einer guten Mahlzeit satteln wir auf, denn nun geht es zur Salzachm\u00fcndung, zur\u00fcck zur Natur am unteren Inn.\u00a0 Zwischen 3 von 16 Staustufen am unteren Inn, die j\u00e4hrlich zusammnen 2,9 Millionen KWh Strom liefern, m\u00fcndet der Alpenflu\u00df Salzach in den Inn und bildet durch die gestauten Wassermassen mit dem Inn eine Seenlandschaft, die 1979 vom Rat f\u00fcr Vogelschutz als Europareservat erkl\u00e4rt wurde. Dieses Reservat erstreckt sich bis zur n\u00e4chsten Staustufe in Ering. Hier finden im Winter Zugv\u00f6gel aus dem hohen Norden Heimat. Flachwasserzonen, Schlickb\u00e4nke, R\u00f6hrichte, Auwald und stille Buchten. Die weitgehend ungest\u00f6rte Auenlandschaft zieht j\u00e4hrlich Heerscharen von Wasserv\u00f6geln an den unteren Inn. \u00dcber das Jahr verteilt halten sich hier mehrere 10.000 V\u00f6gel auf. Seltene und st\u00f6rungsempfindliche Vogelarten wie der Nachtreiher fanden an den Stauhaltungen neuen Lebensraum. Er br\u00fctete erstmals 1962 in dschungelartigen Auen bei Reichersberg. Seit dort der Angel- und Bootsbetrieb eingeschr\u00e4nkt wurde, hat sich sein j\u00e4hrlicher Brutbestand wieder stabilisiert.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1026\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR43-e1570977934591.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Einige bekannte Vogelarten sind im Europareservat zuhause:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Haubentaucher, Kormoran, Silberreiher, Graureiher, Seeadler, H\u00f6ckerschwan, Graugans, Ble\u00dfgans, Kanadagans, Stockente, Krickente, Schnatterente, Pfeifente, Spie\u00dfente, L\u00f6ffelente, Kn\u00e4kente, Reiherente, Tafelente, Ble\u00dfralle, Gro\u00dfer Brachvogel, Kiebitz , Flu\u00dfuferl\u00e4ufer, Kampfl\u00e4ufer, Alpenstrandl\u00e4ufer, Waldwasserl\u00e4ufer, Bruchwasserl\u00e4ufer, Dunkler Wasserl\u00e4ufer, Bekassine, Flu\u00dfregenpfeifer und andere Watv\u00f6gel, Lachm\u00f6we, Mittelmeerm\u00f6we, Flu\u00dfseeschwalbe u.a.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">Hier halten wir inne, beobachten dieses gro\u00df angelegte Gebiet von allen m\u00f6glichen Winkeln und Aussichtspunkten aus.\u00a0 Ab der Salzachm\u00fcndung bildet der Inn wieder die deutsch-\u00f6sterreichische Grenze. \u00dcbrigens findet in Burghausen an der Salzach ein j\u00e4hrliches Jazz-Festival statt, das von tausenden interessierten Jazz-Fans regelm\u00e4ssig besucht wird. Profibands wie das<a style=\"color: #003366;\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BXaRWPwoO2U\"> Quadro Nuevo Ensemble<\/a> oder geben hier ihre Konzerte.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1029\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR46-e1570977993433.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Irgendwann am Sp\u00e4tnachmittag hinterlegen wir noch die letzten Kilometer auf deutscher Inn-Seite bis Simbach und \u00fcberqueren dann zusammen mit einer unaufh\u00f6rlich an uns vorbei donnernden Autoschlange die Br\u00fccke nach Braunau, denn hier ist der Sprit 10 Cent billiger als auf deutscher Seite. Wer hier geboren ist, wird wohl immer wieder mit einem Namen konfrontiert, den man besser nicht nennen sollte. Davon wollen auch die Braunauer nichts mehr wissen; jedenfalls machen sie keinen Rummel um diese Kreatur. Es existiert in dieser gastlichen Stadt gerade mal eine Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die gefallenen Soldaten beider Weltkriege.\u00a0 Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel M\u00fche sich sowohl die \u00d6sterreicher und Polen, die Belgier, Franzosen und Holl\u00e4nder mit der ansprechenden Architektur ihrer Grenzst\u00e4dte geben, was in Deutschland sehr vernachl\u00e4ssigt wird. Die deutsche Grenzstadt Simbach kam uns so unsympathisch vor, dass wir dort noch nicht mal Lust auf einen Kaffee hatten, und das ist nicht nur in Simbach so ausgepr\u00e4gt. Heute abend freuen wir uns auf Braunau, auf einen Stadtrundgang und auf das Tafelspitz mit Apfelkren bei gutem Bier und nat\u00fcrlich einem Absacker.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\">So. 13.09.2009: Etappe 12: Braunau\/A &#8211; Passau \/D\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1027\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR44-e1570978110174.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Ab Braunau bleiben wir zun\u00e4chst auf der \u00f6sterreichischen Innseite, die uns an Hagenau mit seinem Schlo\u00df vorbeif\u00fchrt und am s\u00fcdlichen Ufer des Europareservats einen herrlichen Ausblick auf die Seenplatte mit ihrer nat\u00fcrlichen Artenvielfalt bietet. Wir bewegen uns auf einem Damm nahe dem Wasser, steigen ab und lauschen dem Gesang der vielen V\u00f6gel, beobachten Schw\u00e4ne und Reiher, bis wir an den den Staudamm Ering-Frauenstein gelangen, den wir \u00fcberqueren, denn nun befinden wir uns nahe des Reservat-Infozentrums, das zur fr\u00fchen Stunde noch geschlossen hat.\u00a0 Von au\u00dfen lassen sich schon einige Ausstellungsst\u00fccke erahnen. Wir k\u00f6nnten ab Aigen den Vogelkundeweg befahren, wenn nicht in Fahrtrichtung eine schwarze Regenwand aufgetaucht w\u00e4re. So m\u00fcssen wir zum Leidwesen von Lalla-Gerd eine andere Route planen. Wir h\u00e4tten nat\u00fcrlich auch gerne noch mehr von dem Vogelschutzgebiet gesehen. Denn damit ist auch die n\u00e4chste Unterkunft hinf\u00e4llig, die wir sp\u00e4testens in einer Stunde erreichen w\u00fcrden. Wir planen daher, heute direkt nach Passau durchzustarten, und in dem vorgesehen Etappenziel Obernberg auf \u00f6sterreichischer Seite nur eine Mittagspause einzulegen. \u00a0 Es regnet heftig, so dass wir uns eine halbe Stunde in Regenkleidung unterstellen m\u00fcssen, um die heftigsten G\u00fcsse abzuwarten. Es ist wirklich schade, aber am n\u00e4chsten Tag wissen wir aufgrund des Dauerregens, dass diese Entscheidung richtig war. Wir fahren durch Aigen und Egglfing im Regen, h\u00fcbsche Grenzorte, die bei gutem Wetter bestimmt zu einem Besuch einladen w\u00fcrden. Bei Egglfing \u00fcberqueren wir den Inn nach Obernberg. Diese Stadt f\u00e4llt durch ihre sehr kr\u00e4ftig gef\u00e4rbten Hausfassaden auf, die wir uns beim Mittagstisch drau\u00dfen bei Sonnenschein ansehen d\u00fcrfen. Dieser Marktplatz ist einer der sch\u00f6nsten Barockpl\u00e4tze \u00d6sterreichs, die W\u00e4nde wurden von einem einheimischen Meister namens Johann Baptist Modler mit Stuck verziert.\u00a0 Von hier aus passierten ebenso Salzschiffe den Inn Richtung Passau sowie die Salzach Richtung Salzburg. Heute ist wegen der vielen Staustufen ohne Schleusenbetrieb keine Schiffahrt mehr m\u00f6glich.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1030\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR47-e1570978160668.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Bis zu unserem Ziel sind es noch 40 km, und die Wege f\u00fchren uns bei weitem nicht nur flach am Wasser entlang.\u00a0 Zun\u00e4chst halten wir uns noch 30 km auf der \u00f6sterreichischen Seite, besuchen die Klosteranlage Reichersberg. Das Stift Reichersberg ist eine Kongregation der \u00f6sterreichischen Augustiner-Chorherren, gegr\u00fcndet im Jahre 1084 (Info lt. Wikipedia).\u00a0 Ein weiteres Augustiner-Chorherrenstift befindet sich im 10 km entfernten Suben, welches heute nicht mehr von Chorherren, sondern von Gefangenen bewohnt wird. Die Stiftskirche, die wir auf dem Weg besuchen, ist noch weiterhin \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich. Zwischen den beiden Anlagen bietet uns die Gegend auf erhobenem Terrain sch\u00f6nste l\u00e4ndliche Idylle, Landwege, kleine Rastpl\u00e4tze, ruhige Gelassenheit. Bei St. Florian begegnet mir noch einmal &#8222;die Muschel&#8220; &#8211; wir sind noch auf dem Weg.\u00a0 Dann kommen wir in die sehr angenehme Stadt Sch\u00e4rding, deren &#8222;Silberzeile&#8220; eine lang gezogene pr\u00e4chtige H\u00e4userfront am Stadtplatz bildet, ebenso harmonisch farbig gestaltet wie der Marktplatz in Obernberg. Hier tanken wir f\u00fcr die letzten 16 km Kaffee, Eis und Kuchen. Und hier begegnen uns auch wieder unsere Hattinger Radler, die es zur Verschnaufspause ebenso hinzieht wie uns.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1028\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR45-e1570978216433.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Ein paar Kilometer bleiben wir noch auf der \u00f6sterreichischen Inn-Seite , bis zur Br\u00fccke Wernstein-Neuburg und \u00fcberqueren den Inn \u00fcber eine neuartige Br\u00fccken-Konstruktion. Ab hier k\u00f6nnen wir Passau schon erahnen, riechen, sp\u00fcren, nur noch 9 km !\u00a0 Wir ziehen gemeinschaftlich in Passau ein, die Hattinger eine halbe Stunde nach uns &#8211; ins gleiche Hotel. Die paar Aufs und Abs machen uns jetzt nichts mehr aus. Wir haben unser Ziel erreicht, niemand hatte einen Platten, niemand eine Verletzung, alles ist wie am Schn\u00fcrchen gelaufen &#8211; so suchen wir jetzt unser letztes Hotel f\u00fcr zwei \u00dcbernachtungen und gestalten uns erst mal einen gr\u00fcndlichen Festabend in Passau, genauer gesagt, beim Bayrischen L\u00f6wen bei gutem einheimischen Essen und flie\u00dfendem Bier.\u00a0 Herbert: Pulleralarm !!! Feier, Feier, Feier !!! DANKE unserem Organisationsteam Roswitha und Herbert f\u00fcr die perfekte Auswahl aller Unterk\u00fcnfte sowie die Gestaltung der Etappen, Kalle f\u00fcr das professionelle Kartenlesen &#8211; wir wu\u00dften immer genau, was uns bl\u00fcht oder welche Strecke wir besser umfahren haben, und dass wir alle solch einen Spa\u00df hatten !\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><strong>Mo. 14.09.2009:\u00a0 Passau \/D<\/strong>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">alt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1032\" src=\"https:\/\/pedaljunkie.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ITR49-e1570978317203.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"263\" \/>Wie sch\u00f6\u00f6\u00f6n ! Wir lassen heute so richtig die Z\u00fcgel los, streifen beliebig durch die Stadt. Schade, dass der Passauer Dom zur Zeit verh\u00fcllt ist und auch das Wetter zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst, so dass mit sch\u00f6nen Fotos nicht zu rechnen ist. Ein bi\u00dfchen Programm tut uns heute ganz gut, z. B. ein Orgelkonzert von der Domorgel, die mit 13.000 Pfeiffen die gr\u00f6\u00dfte Orgel der Welt ist. Man kann die Orgel von einem der vier Spieltische zentral schalten, der Hauptorgel.\u00a0 Eine Stadtf\u00fchrerin begleitet uns am Mittag mit Schirm und Scham und viel Insiderwissen durch Passau, zeigt uns die interessantesten Pl\u00e4tze. Sie zeigt uns die Hochwassermarken der letzten Jahre, vor allem die des Jahres 2002. Nat\u00fcrlich besuchen wir auch die Donau und sehen den Farbunterschied der zusammenflie\u00dfenden Gew\u00e4sser Inn und Donau, dazu die von Erosionen braun gef\u00e4rbte Ils. Wir gehen in das neue Zentrum, am Inn entlang, wieder hinauf in die Stadt. Es bleibt heute nass von oben, aber wir m\u00fcssen ja auch nicht fahren.\u00a0 Auch der sch\u00f6nste Tag geht vor\u00fcber und die sch\u00f6nste Tour endet am Zielpunkt. Das ist der Hauptbahnhof von Passau, den wir morgen in aller Fr\u00fche ansteuern und mit Zwischenstationen in M\u00fcnchen und Ulm uns abends um ca. 18:00 h von Kalle und Lalla verabschieden, die bis Dortmund im Zug bleiben. Es war gut, dass wir diese 600 km zusammen gefahren sind. Wir k\u00f6nnen sie gerne noch einmal zur\u00fcckfahren !!!\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px; color: #003366;\"> <span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\">alt\u00a0 \u00a0\u00a0<\/span><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 16px;\"> alt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anreise von D\u00fcsseldorf nach Maloja am 01.09.2009\u00a0 alt\u00a0 Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung, wenn die Packtaschen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[4],"tags":[27,28],"class_list":["post-212","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wochentouren","tag-nietzsche","tag-topfenknoedel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212"}],"collection":[{"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=212"}],"version-history":[{"count":48,"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1041,"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212\/revisions\/1041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=212"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pedaljunkie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}